Auslandshunde

Auslandshunde, ……immer wieder ein Reizthema!

 

Wir vermitteln in unserem Tierheim Hunde zweier befreundeter Tierschutzorganisationen aus dem europäischen Ausland. Zu diesem Thema gibt es immer wieder kritische Einwände, die wir durchaus ernst nehmen und an dieser Stelle nicht unkommentiert stehen lassen möchten!

 

„Aus welchem Kofferraum sind die gefallen?“
Wir haben die vom Veterinäramt geforderte Prüfung "D.O.Q. imp Test" (Sachkundeprüfung Importhunde) zur Vermittlung von Auslandshunden erfolgreich abgelegt.
Unter Beachtung aller gesetzlichen Aus- und Einreisebestimmungen (Traces)  inklusive notwendiger Gesundheitsatteste und Impfungen reisen die Hunde aus dem europäischen Ausland zu uns nach Deutschland.
 

„Die Viecher schleppen Krankheiten rein!“

Im Tierheim angekommen werden die Tiere sofort unserem Tierarzt vorgestellt, nochmals entwurmt, gegen Parasitenbefall behandelt  und bei Bedarf nachgeimpft. Sechs Wochen nach Ankunft in Deutschland lassen wir bei den Hunden ein Reiseprofil machen. Bei dieser Blutuntersuchung werden die Tiere auf länderspezifische Krankheiten untersucht. Sollte doch einmal im Rahmen der Blutuntersuchung eine Erkrankung festgestellt werden, wird das Tier therapiert und der potentielle Interessent wird über den Gesundheitszustand des Tieres informiert. Werden eingereiste Hunde bereits vor Ablauf von sechs Wochen vermittelt, weisen wir die neuen Besitzer ausdrücklich auf die Sinnhaftigkeit eines Reiseprofils hin und bitten sie, diese Blutuntersuchung zum gegebenen Zeitpunkt durch ihren Tierarzt bei ihrem Hund durchführen zu lassen.


„Das ist Verschwendung von Spendengeldern!“

Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die Aufenthaltsdauer der Auslandshunde im Tierheim bis zu ihrer Vermittlung in der Regel so kurz ist, dass die Kosten für Futter, Tierarzt usw. durch die Vermittlungsgebühr gedeckt sind. Dem Tierschutzverein bzw. dem Tierheim entstehen durch die Vermittlung von Auslandshunden keine zusätzlichen Kosten.

 

„Das ist keine Ursachenbekämpfung!“

Natürlich ist das Vermitteln sogenannter Auslandshunde nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und ändert nichts an der Situation im Herkunftsland. Jedoch unterstützen und arbeiten wir mit zwei anerkannten Tierschutzorganisationen in Rumänien zusammen, die mit groß angelegten Kastrationsprogrammen aktiven Tierschutz vor Ort betreiben.

 

„Es gibt genügend Elend bei hiesigen Hunden!“

Die „Auslandshunde“ nehmen den hiesigen Hunden nichts weg. Wir nehmen Hunde aus dem Ausland nur dann auf, wenn wir im Tierheim genügend freie Kapazitäten haben, so dass nur Zwinger belegt werden, die andernfalls leer ständen.

Die Nachfrage nach einem unkomplizierten, gut sozialisierten Familienhund ist groß und durch hiesige Hunde, die im Tierheim abgegeben werden, nicht zu decken. Vor allem, da viele der abgegebenen Hunde Verhaltensauffälligkeiten aufzeigen, so dass diese nach einer Therapie nur in ausgesuchte, wirklich hundeerfahrene Hände gehören und nicht bedenkenlos in eine Familie vermittelt werden können. Wenn die zukünftigen Tierbesitzer im Tierheim nicht fündig werden, treibt man sie so regelrecht in die Hände von Züchtern, die ihre „Produkte“ aus dem Kofferraum heraus in entsprechenden Medienportalen anbieten. Es ist absurd, dass hier in Deutschland Hunde teilweise illegal und mit schlimmen Zuchtkrankheiten gezüchtet bzw. für den Markt produziert werden, während im europäischen Ausland wirklich liebe und tolle Hunde auf ein neues Zuhause warten.

Die Hunde können nichts dafür, dass sie in einem Land geboren wurden, in dem Hunde oft behandelt werden wie ein Stück Abfall.

 

Tierschutz sollte nicht an Landesgrenzen aufhören!