Feng Shui in Katzenkorb und Hamsterkäfig
Alte Weisheiten für das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners nutzen


Warum sitzt die Katze gerne auf dem Fernseher, der Hund lieber weit weg davon? Die Antwort darauf kann eine 5000 Jahre alte Wissenschaft geben, die in letzter Zeit wieder zum Trend geworden ist: Feng-Shui. Viele Menschen richten mittlerweile ihre Häuser nach den Regeln dieser chinesischen Lehre ein und erhoffen sich dadurch ein glücklicheres und erfüllteres Leben. Doch warum sollen nur wir Menschen von den Vorteilen des Feng Shui profitieren, wenn es unseren vierbeinigen Freunden auch zugute kommen kann?

Das östliche Feng-Shui - gute und schlechte Energie
Feng-Shui bedeutet wörtlich übersetzt "Wind und Wasser", denn die alten Chinesen sahen in diesen beiden Elementen die Träger des Chi. Dies ist die lebenswichtige Energie, die alles und jeden durchfließt. Man findet das Chi also nicht nur im Menschen, sondern auch im kleinsten Marienkäfer.
Bei den Menschen fließt das Chi durch sieben Energiepunkte (die Chakren), die bestimmten Bereichen unseres Lebens und unseres Körpers zugeordnet sind. Vermutlich haben aber auch alle andere Lebewesen solche Chakren, auf jeden Fall gibt es alte Malereien, die Katzen mit eingezeichneten Chakren zeigen. Wichtig beim Feng-Shui ist es, dass das Chi in der Wohnung oder im Haus ungehindert fließen kann. Denn dann kann sich hier alles Leben optimal entwickeln. Wenn der Raum durch viele Möbel voll gepackt ist, kann die Energie nicht richtig fließen und wird zum Si Chi, dem stagnierenden Chi. Die Bewohner dieses Zimmers fühlen sich antriebslos und ständig müde.
Noch gefährlicher ist allerdings das Sha Chi, "der todbringende Atem". Diese schlechte Energie entsteht, wenn das Chi viel zu schnell fließt, zum Beispiel in einem langen unmöblierten Hausflur. Und auch von scharfen Kanten wird das Sha Chi wie ein Giftpfeil in den Raum geschleudert. Durch eine Vielzahl von kleinen Tricks und Hilfsmitteln kann man den Fluss des Chi verändern. Man kann einfach die Möbel umstellen, mit Spiegeln Energie in bestimmte Bereiche lenken oder durch Mobiles und Zimmerbrunnen "tote Winkel" der Energie ausgleichen. Dabei sollte man aber immer darauf achten, dass man sich in seiner eigenen Wohnung noch wohl fühlt.
Doch nicht nur das Wohlbefinden Ihres Hausgenossen kann durch die Regeln des Feng-Shui gesteigert werden. Auch Sie können Ihre tierischen Freunde gezielt zur Verbesserung Ihrer Lebenssituation nutzen. Denn in der östlichen Feng-Shui-Lehre wird jeder Himmelsrichtung (und der Mitte) eines von fünf Symboltieren zugeordnet. Die Schildkröte zum Beispiel ist ein altes Schutzsymbol und sitzt im Norden. Hier sollte man auch am besten seinen Schildkrötenteich anlegen. Außerdem ist sie ein Zeichen für langes Leben und Glück im Beruf. Ein Aquarium im Nordbereich des Büros mit einer gut gepflegten Schildkröte kann deshalb nicht schaden.

Ganz so einfach, wie es klingt, ist das östliche Feng-Shui allerdings nicht anzuwenden. Im alten China mussten es die Menschen jahrelang studieren, um alle Details der Energienlehre zu begreifen. So spielt das Geburtsdatum jedes Menschen ebenfalls eine wichtige Rolle, will man das Feng-Shui zu seinem Vorteil nutzen. Mit einer bestimmten Formel kann man dann die Kua-Zahl des Menschen ausrechnen und daraus auf die ihm förderlichen Himmelsrichtungen schließen. Traditionelle Feng-Shui-Berater streiten zwar ab, dass die Formel auch auf Tiere übertragbar sei. Doch viele Menschen, die nach den Regeln des Feng-Shui leben, wenden diese auch erfolgreich auf ihr Heimtier an.

Tipps, wo Ihr Tier sich wohl fühlt
Was für den Menschen schlecht ist, bekommt auch meist dem Tier nicht gut. Deshalb sollte man auch bei seinem Schützling darauf achten, ihn vor schlechtem Chi zu schützen. In einem Pferdestall mit einer langen Stallgasse eilt das gefährliche Sha Chi ungebremst hindurch. Mit Mobiles oder Klangspielen kann man es verwirbeln und ihm seine Kraft rauben. Und auch den Hundekorb sollte man nicht auf den langen kahlen Flur stellen. Der Kleintierkäfig sollte nicht direkt vor einem Giftpfeil, also einer Zimmerkante oder Regalecke, platziert sein. Und auch der Platz vor einem Spiegel oder Fernseher ist schlecht für den Hausgenossen, da dieser Energien absaugt. Besonders schlecht bekommen Ihren Tieren Bereiche mit viel Elektrosmog, wie man sie zum Beispiel neben dem Computer oder einem Trafo findet. Die große Ausnahme ist allerdings die Katze: Sie wird von solchen Störfeldern geradezu magisch angezogen.

Das westliche Feng-Shui - Orte der Kraft
Auch beim westliche Feng-Shui ist die Welt von Strahlung durchdrungen, die als Chi bezeichnet wird. Dieses Chi kann dynamisch und ausstrahlend oder aber magnetisch und anziehend sein. Jeder Raum und jedes Wesen werden durch diese Energie geprägt und erhalten so ihre Ausstrahlung. Jeder Ort hat eine bestimmte Energie, die durch andere Wesen beeinflusst werden kann und umgekehrt.
So kommt es, dass Tiere an manchen Orten besonders gerne spielen, an anderen lieber fressen oder ruhen. Dabei sind Menschen und Tiere den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde oder Luft zugeordnet und haben entsprechende energetische Bedürfnisse. Jedes Tier wird im westlichen Feng-Shui erst mal einem bestimmten Element zugeordnet. Säugetiere sind demnach Feuertiere, Fische Wassertiere, Reptilien Erdtiere und Vögel Lufttiere. Aber natürlich ist eine so grobe Unterteilung nicht ausreichend.
Auch unter den Tierarten gibt es noch verschiedene Kombinationen mit anderen Elementen. Bei Katzen und Hunden ist Feuer mit Feuer kombiniert, bei Nagern Feuer mit Erde und bei Pferden Feuer mit Luft. Singvögel sind Luft-Luft-Tiere, Raubvögel verbinden Luft mit Feuer. Landschildkröten sind doppelte Erdtiere, während Schlangen beispielsweise Erde mit Feuer verbinden. Und auch bei den Fischen gibt es unterschiedlichste Kombinationen. Schwarmfische sind Wasser-Wasser-Tiere, Raubfische Wasser-Feuer-Tiere. Sogar innerhalb einer Art gibt es noch die verschiedensten hineinspielenden Elemente, je nach Farbe, Temperament oder Rasse des Tieres. Jagdhunde stehen daher eher für das Feuer, Windhunde eher für die Luft.

Welches Tier passt zu mir?
Will man herausfinden, mit welchem Haustier man den besten Ausgleich im Leben hat, dann muss man sowohl das eigene Element als auch das des Tieres kennen. Der Feuertyp ist sehr aktiv, schnell begeistert und ungeduldig. Der Wassertyp ist vielseitig interessiert, sensibel und nachgiebig. Der Erdtyp ist pflichtbewusst, durchsetzungsfähig und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Der Lufttyp schließlich ist neugierig, redet viel, ist nervös und hasst Routine. Wenn Sie Ihren eigenen Typ kennen, sollten Sie sich am besten ein Tier mit ausgleichendem Wesen zulegen. Sonst kann es zu Konflikten kommen, die Sie ausbügeln müssen.

Feuertyp:
zu ihnen passen besonders gut Lufttiere (z. B. Vögel)

Wassertyp:
hier sind Erdtiere (z. B. Reptil) oder Lufttiere die besten Partner

Erdtyp:
Feuertiere (Katzen, Hunde) und Wassertiere (Fische) passen gut zu ihnen

Lufttyp:
auch hier sind Feuertiere und Wassertiere von Vorteil

Die Komfortzonen für das Heimtier
Nach der Lehre des Feng-Shui bauen sich in allen geschlossenen Räumen energetische Gitter auf. Die Energie kommt durch die Tür herein und teilt sich dann in Zonen auf. Nach Harald Knauss, dem Autor des Buchs "Feng-Shui für Heimtiere", werden diese Energiebereiche bei Tieren in sechs Zonen eingeteilt: in die Ich- oder Ruhezone, die Wachstumszone, die Lernzone, die Besitzzone, die Bewegungszone und die Vertrauenszone.
Entsprechend halten sich die Tiere bei bestimmten Tätigkeiten besonders gern in einer dieser Zonen auf. In der Ichzone ist das Tier selbstbewusst und entfaltet seine Persönlichkeit. In der Wachstumszone hat es gerne den Futterplatz. Leicht erziehen kann man das Haustier in der Lernzone, dafür verteidigt es sein Territorium besonders vehement in der Besitzzone. In der Bewegungszone ist das Tier sehr verspielt und in der Vertrauenszone hat es gerne engen Kontakt zum Menschen.

Die Lehre des Feng-Shui ist sehr komplex und vielseitig. In den westlichen Ländern kratzt man selbst beim Feng-Shui für Menschen erst an der Oberfläche des alten Wissens. Für die Tiere ist die Idee vom Chi und den Orten der Kraft noch weniger erforscht. Doch mit diesen kleinen Anregungen können Sie den Alltag Ihres Vierbeiners und damit auch Ihren eigenen bestimmt schon ein Stück verschönern.

Lufttiere:
Was sie brauchen:
eher kleines Nahrungsangebot
Aufforderung zu mehr Bewegung
intelligenzfördernde Spiele
mehreckige Behausungen und die Möglichkeit, nach draußen zu kommen

Erdtiere:
Was sie brauchen:
eiweißreiche Nahrung (aber nicht zu viel)
konkrete Aufgaben bei der Erziehung
Ruhe, Schutz und Rückzugsmöglichkeiten
Materialien, die den Tastsinn anregen

Wassertiere:
Was sie brauchen:
ausscheidungsfördernde Nahrung
Zugehörigkeitsgefühl
feuchten, kühlen Lebensraum
Spiele, die die Phantasie anregen

Feuertiere:
Was sie brauchen:
energiereiche Kost
Kontrolle bei der Erziehung
warmen, trockenen Lebensraum
Spiele zum Austoben


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