Unfallverhütung im Zusammenhang mit Tieren

Beißunfälle mit Hunden

Den nachfolgenden Text hat uns ein Hundefreund zur Verfügung gestellt.

Wie Kinder Beißunfälle verhindern können

Die Körpersprache warnt frühzeitig!
In aller Regel, aber nicht immer, zeigt die Körpersprache des Hundes, ob er ernsthaft angreifen will. Nachstehende Körperhaltungen sind eine Warnung des Hundes an jedermann, auf den er seine Aufmerksamkeit gerichtet hat und sollten ernst genommen werden.

Aggressive Hunde und Kinder
1. Die Pose eines dominant aggressiven Hundes zeigt steil aufgerichtete Ohren. steife Körperhaltung, hochgetragene Rute, gesträubtes, vom Körper abstehendes Fell.
2. Die Pose eines furcht-aggressiven Hundes zeigt flach zurückgelegte Ohren, gekrümmte Körperhaltung, Kopf tiefgehalten, Rute zwischen die Läufe geklemmt.
3. Die Körperhaltung wird sowohl bei dominant-aggressiven wie furcht- aggressiven Hunden ergänzt durch Grollen, gefährlich klingendes Bellen, Knurren, hochgezogenen Lefzen und gefletschte Zähne.

Wie vermeidet man, dass Kinder von Hunden gebissen werden?

13 goldene Regeln:
Die meisten Hundebisse könnten vermieden werden, wenn das Kind wüsste, was es tun sollte und was es keinesfalls tun darf. Die nachstehenden 13 goldenen Regeln sind an alte Kinder gerichtet, sollten sich als sehr nützlich erweisen:

1. Wenn ein fremder Hund den Vorgarten oder Hinterhof betritt, solltest du dich ihm nicht nähern und ihn nicht wegzujagen versuchen, auch nicht mit ihm sprechen. Gehe ruhig ins Haus und hole die Hilfe eines Erwachsenen.

2. Du solltest dich nie einem fremden Hund, der allein, in seinem Garten eingesperrt wurde oder an der Kette liegt, nähern.

3. Streichle keinen fremden Hund ohne Erlaubnis des Besitzers und das Einverständnis des Hundes. Wenn der Besitzer sein Okay gibt, solltest du dich dem Hund von der Seite nähern, nicht von vorn und niemals von hinten. Keine schnellen, hastigen Bewegungen! Sprich im normalen Tonfall mit dem Hund, versuche noch nicht, mit ihm zu spielen. Der Hund darf durch dich nicht aufgeregt, beunruhigt oder erschreckt werden. Falte die Finger, als wolltest du eine Faust machen und halte die Hand - Knöchel voran - dem Hund entgegen. Dies ist für den Hund nicht bedrohlich und schützt die Finger vor einem Biss. Die Körpersprache des Hundes sagt dir, ob er dir ihn zu begrüßen erlaubt oder nicht. Wenn der Hund interessiert ist, bewegt er sich dir entgegen, schnuppert an deinen Fingern. Jetzt kannst du mit dem Hund sprechen und ihn streicheln. Du hast gerade einen neuen Freund gewonnen. Falls aber der Hund sich von deiner Hand abwendet und dich zu meiden sucht, ist dies eine freundliche Warnung, mit der Annäherung aufzuhören. Vielleicht fürchtet sich der Hund oder ist aus irgendeinem anderen Grund schlecht gelaunt. Niemals solltest du versuchen, einen unfreundlichen Hund, der es nicht erlaubt hat, zu streicheln.

4. Laufe nicht an einem fremden Hund schnell vorbei, denn das löst dessen angeborenen Jagdinstinkt aus, und er könnte dir nachjagen. Dabei kann man nie genau wissen, wie er sich benimmt, wenn er dich eingeholt hat. Läuft er hinter dir her, ist es am besten, still stehen zu bleiben. Wahrscheinlich verliert der Hund schnell das Interesse, schnüffelt nochmals und erkennt, dass du für ihn keine Bedrohung bist.

5. Halte dich von einem fressenden Hund fern. Auch wenn er nicht gerade frisst, halte Abstand von Futter- oder Wasserschüssel, selbst wenn du bei der Fütterung mit dabei bist.

6. Vermeide direkten Augenkontakt mit fremden Hunden. Das gilt insbesondere für Hunde, die dich anstarren, knurren oder auf andere Art drohen. Wenn sich Hunde gegenseitig anstarren, fordern sie sich dadurch zum Kampf auf.

7. Störe einen schlafenden Hund nie, insbesondere wenn er als aggressiv bekannt ist.

8. Halte Abstand von jeder Mutterhündin, wenn sie ihre Welpen betreut, insbesondere wenn diese gerade an der Mutter saugen.

9. Führe deinen Hund immer an der Leine, wenn du mit ihm spazieren gehst.

10. Gerät dein Hund mit einem anderen in eine Rauferei, darfst du keinesfalls versuchen, die Hunde selbst zu trennen. Ist dein Hund angeleint, ziehe ihn weg, hebe ihn dabei aber nicht hoch, der andere Hund könnte beim Versuch, deinen Hund anzugreifen, dich verletzen. Man braucht einen Wasserschlauch oder einen Stock, um eine Rauferei zu trennen, aber das ist ausschließlich Sache von Erwachsenen.

11. Kein Wettbewerb um Gegenstände, die der Hund im Fang hält. Dies gilt insbesondere für die recht beliebten Seilziehspiele mit Spezialspielzeug, die auf dem Markt erhältlich sind. Achte darauf, dass Stöcke, alte Socken, Hundespielzeug jeder Art, alte Schuhe, insbesondere aber auch Knochen und Futterbrocken tabu sind. Denn wenn du diese dem Hund streitig machst, kann es zu Unfällen kommen.

12. Necke Hunde nie, das gilt ganz besonders für eingesperrte oder angekettete Hunde.

13. Triffst du auf einen verletzten Hund, berühre ihn auf keinen Fall! Suche die Hilfe eines Erwachsenen! Wenn Hunde Schmerzen haben, schnappen sie nach jedermann, der sie berührt.

Was tun, wenn ein Hund angreift?

Nimm deinen ganzen Mut zusammen, atme tief durch, versuche so steif wie ein Brett vor dem Hund zu stehen, wenn er dich bedroht. Keinesfalls weglaufen! Starre dem Hund nicht in die Augen. Verfalle nicht in Panik, sondern versuche so zu tun, als hättest du dem Hund etwas zu sagen. Sage ihm in tiefst möglicher Stimme, er solle nach Hause gehen oder sich setzen, mache dabei keinesfalls Gesten mit Händen oder Armen. Halte die Arme seitlich, die Finger zu Fäusten geballt. Bleibe völlig still stehen, bis der Hund das Interesse verliert. Wenn er langsam weggeht, wende ihm keinesfalls den Rücken zu ! Bewege dich mit Blick auf den Hund langsam rückwärts, bis du auf sichere Distanz gekommen bist.

Wenn der Hund dich angreift, halte ihm irgendwas zum Beißen entgegen, beispielsweise deinen Mantel oder deinen Schulranzen oder was immer gerade zur Hand ist. Bist du mit dem Fahrrad unterwegs, schiebe es zwischen dich und den Hund. Wichtig ist, irgendein Hindernis zwischen dir und dem Hund aufzubauen. Wenn er den Mantel packt und sich dadurch ablenken lässt, weiche langsam rückwärts, bis du in Sicherheit bist. Halte den Hund unbedingt im Auge. Rufe um Hilfe eines Erwachsenen.

Wenn dich der Hund anspringt und umwirft, solltest du dich wie ein Baby, das noch im Mutterleib liegt, zusammenrollen. Das Gesicht nach unten, schütze die Ohren mit den Händen. Dabei müssen die Finger fest geschlossen bleiben. Wenn du laut schreist und zappelst, steigert dies das Interesse des Hundes, also versuche es zu vermeiden - das ist aber gar nicht einfach. Hat der Hund erkannt, dass du für ihn keine Bedrohung bedeutest, wird er meist das Interesse verlieren und sich zurückziehen. Bewege dich nicht, ehe du ganz sicher bist, dass er weg ist, warte notfalls bis Hilfe kommt. Schildere den Unfall deinen Eltern genau, sie sollten dafür sorgen, dass er polizeilich aufgenommen wird. Wichtig ist ärztliche Betreuung, auch wenn die Verletzungen zunächst harmlos aussehen.

Die verschiedenen Arten der Hunde

Der scheue oder furchtsame Hund
Ein scheuer oder furchtsamer Hund nimmt eine Verteidigungsstellung ein. Das bedeutet, er versucht sich selbst zu schützen und wird dabei aggressiv. Dieses Verhalten ist leicht zu erkennen, besonders schnell fürchtet er sich vor fremden Menschen, Plätzen und neuen Umwelteindrücken.
Alles was er nicht kennt, erregt ihn, er beginnt zu bellen oder zu knurren, Ohren zurückgelegt, Rute zwischen den Läufen oder vor Erregung wedelnd. Er wirkt zuerst, als stelle er sich gegen den Menschen, wenn dieser aber dann auf ihn zugeht, zieht er sich für den Augenblick zurück, bis der bedrohende Mensch anhält oder umdreht. Das Ziel dieses Hundes ist es, seinen Gegner zu erschrecken und von sich fern zu halten, aber wenn sich dieser nicht zurückzieht, könnte der Hund angreifen. Trotz seiner offensichtlichen Furcht ist dieser Hund gefährlich, und man sollte sich ihm nicht nähern. Er wird aus Furcht beißen, wenn Sie ihm zu nahe kommen oder ihn auf andere Art bedrohen. Einen solchen Hund sollte man sich selbst überlassen und langsam weitergehen. Keinesfalls fliehen!

Der dominante Hund
Ein echt aggressiver Hund ist außerordentlich dominant, selbstsicher, drohend, manchmal übertrieben selbstbewusst. Seine Aggression kann jederzeit ausgelöst werden. Er stellt sich so auf, dass er größer wirkt als er ist; dies bewirkt sein gesträubtes Fell und das Anspannen aller Muskeln. Oft stellt er sich seitlich und nicht frontal auf, um dadurch seine volle Größe zur Wirkung zu bringen. Er starrt seinen Gegner in drohendster Art an, dann folgt ein dunkler grollender Ton aus tiefer Kehle. Zu diesem Zeitpunkt beginnt er meist, sich langsam auf den Gegner zuzubewegen. Oft knurrt er und fletscht seine Zähne. Ein dominanter Hund in dieser Stellung ist gefährlich und zum Angriff bereit. Obgleich es sehr wichtig wäre, von ihm wegzukommen, darf man keinesfalls weglaufen. Viel sicherer ist es, sich langsam rückwärts zu bewegen, bis genügend Distanz geschaffen ist, ohne ihm den Rücken zuzuwenden. Obwohl Sie sich beim Rückwärtsgehen nicht umwenden dürfen, ist es unbedingt geboten, keinen Augenkontakt mit dem Hund aufzunehmen, denn das wäre für den Hund eine Herausforderung und hätte den gegenteiligen des gewünschten Effekts.


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