Erziehung des Hundes

a) Was Hunde lernen oder können müssen
Der Hund muß stubenrein sein und auf einige Kommandos wie Sitz, Platz, hier, „Fuß" hören. Dies ist sowohl im Interesse des Hundes als auch des Menschen, soll der Hund sich nicht in Lebensgefahr, z. B. im Straßenverkehr, begeben oder andere Menschen belästigen.

Bei der Erziehung müssen wir für den Hund denken. Wichtig ist das oft überschwengliche Lob, die Benutzung immer der gleichen Wörter und unsere Geduld. Genauso wie das Lob muss die „Strafe" während oder sofort nach einer Missetat erfolgen, denn wenn der zeitliche Zusammenhang verloren ist, versteht der Hund weder Lob noch Tadel. Dies ist besonders wichtig, wenn der Hund sich mal selbstständig gemacht hat und von seinem unerlaubten Ausflug nach Hause kommt.
In dem Fall muss man von einer Bestrafung absehen, da das Tier die Strafe mit seiner Heimkehr und nicht mit seinem Fortgang verbinden würde. Strafen soll man nie mit der Hand.
Ein gutes Erziehungsbeispiel ist die Erziehung zur Stubenreinheit.

b) Erziehung zur Stubenreinheit

Sobald man merkt, dass der Welpe mit gesenktem Kopf am Boden schnüffelnd ein „Plätzchen" sucht, bringt man ihn nach draußen an eine ganz bestimmte Stelle, die man in der Folgezeit immer wieder aufsucht.
Wenn der Welpe Kot und Urin abgesetzt hat, lobt man ihn überschwenglich. Durch wiederholtes Loben nach seinem „Geschäftchen" an der vorgesehenen Stelle wird der Hund darauf trainiert. Findet man dennoch mal einen „See" im Zimmer, so wird der Hund auf der Stelle getadelt.
Die Zurechtweisung muss knapp und scharf ausgesprochen werden. Keinesfalls darf das Tier mit der Nase in seinen „See" gestoßen werden.

Schlagen darf man den Hund nie!

Der Hund ist ein sehr sensibles Lebewesen, der seine Umgebung gut beobachtet und seine Stimmungen in vielen Lautäußerungen und Gebärden zu verstehen gibt. Sein Gesichtsausdruck, seine Augen, seine Lefzen, seine Ohren und vor allem seine Rute sind Gradmesser der Hundelaune.
Oft gehen die Stimmungen seines Herrchens oder Frauchens auf den Hund über - deshalb darf der Hund nicht als Blitzableiter für Zorn und schlechte Laune missbraucht werden.

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