Ernährung des Hundes

Der Hund ist kein Müllschlucker und kein Resteverwerter, sondern benötigt ein auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Futter. Kartoffeln gehören also nicht in den Fressnapf! Der Hund ist wie sein Vorahn - der Wolf - ein Beutetierfresser, darum genügt ihm Fleisch alleine nicht. Er benötigt alle Nährstoffe, die ihm durch das Beutetier zur Verfügung gestellt werden.
Dieses sind Eiweiß, Fett, Vitamine und Mineralstoffe. Auch Kohlenhydrate, die der Hund durch den Mageninhalt seiner Beutetiere erhält, der größtenteils pflanzlicher Herkunft ist, kann er gut verwerten.
Das Grundfutter sollte aus zwei Drittel verschiedener Fleischsorten und einem Drittel Kohlenhydrate - wie Flocken oder gekochtem Reis - bestehen. Die Menge des Futters richtet sich nach dem Energiebedarf des jeweiligen Hundes. Ist der Hund zum Beispiel lebhaft und hat viel Bewegung, benötigt er mehr Futter als ein ruhiger Hund mit wenig Bewegung.

a) Wieviel Trockenfutter braucht der Hund?
Die Grundfuttermenge richtet sich nach dem Körpergewicht des erwachsenen Hundes. Als Faustregel gilt:
Körpergewicht des erwachsenen Hundes Futtergewicht / Tag
10 kg etwa 150 - 180 g
20 kg etwa 250 - 330 g
50 kg etwa 350 - 500 g

Rohes Fleisch - insbesonders rohes Schweinefleisch - darf wegen der Übertragung der Aujeszkyschen Krankheit (Pseudowut) auf den Hund, der eine tödliche, tollwutähnliche Erkrankung beim Tier hervorruft, nicht gefüttert werden. Weiche Kalbsknochen kann der Hund bekommen, aber auf keinen Fall dürfen Röhrenknochen gegeben werden, da der Hund daran ersticken kann.
Gemüse und Mohrrüben gekocht können immer mal wieder beigefüttert werden. Der Hund darf keine Süßigkeiten, Tischabfalle, Geflügelknochen, Fischreste mit Gräten und synthetische Wursthäute erhalten.
Wer keine Ernährungsfehler machen will, sollte Fertignahrung füttern. Bei Fertignahrung, die bereits auf den Ernährungsbedarf des Hundes - dem Beutetier entsprechend - abgestimmt ist, gelten die vom Hersteller auf der Verpackung empfohlenen Mengen.

Frisches, sauberes Wasser muss für den Hund immer bereitstehen.

b) Wie oft wird gefüttert?
Der Welpe braucht nach dem Absetzen von der Mutter (25. Tag) vier Mahlzeiten täglich.
Der einjährige Hund bekommt noch zwei bis drei Mahlzeiten täglich.
Ab dem zweiten Lebensjahr wird nur noch einmal pro Tag gefüttert.
Die Fütterung am Mittag verhindert die Störung der Nachtruhe, weil sich das Tier während des Abendspazier- gangs entleert.

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