Artgerechte Haltung von Farbmäusen

Wir wollen uns auf dieser Seite mit der Haltung von Farb- bzw. Kuhmäusen beschränken.

Wir können Ihnen auf dieser Seite nur einen groben Überblick über die Haltung von Mäusen geben, genauere Informationen zu Farbmäusen können Sie auch hier nachlesen: www.diebrain.de oder Sie besorgen sich gute Bücher über die Haltung von Mäusen.

Die rassespezifischen Unterschiede sind einfach zu groß, um sie zu verallgemeinern.

Viele Informationen gelten sicherlich auch für andere Mäuse - bitte informieren Sie sich aber speziell zu Ihrer Mäuseart vor dem Kauf genau!

Allgemeines
Eine ganz hervorragende Seite mit vielen Informationen rund um Farbmäuse und deren Haltung finden Sie hier: www.diebrain.de/ma-index.html. Einige der Informationen, die wir hier vorstellen, stammen von dieser Seite.

Sie können sich auch eine sehr ausführliche und aussagekräftige Infomappe zur Haltung und Pflege von Farbmäusen herunterladen. Diese Infomappe stammt von der Nagerhilfe Osnabrück Infomappe herunterladen (Dateigröße: 1,1 MB - Rechtsklick auf Datei und "Ziel speichern unter" auswählen)

Farbmäuse gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia), Unterordnung Mäuseverwandte (Myomorpha), Familie Mäuse (Muridae), Unterfamilie Echte Mäuse (Murinae) Gattung Mus. Die Familie der Mäuse ist mit ihren fast 500 Arten, welche in ca. 100 Gattungen unterteilt sind, die artenreichste Familie nicht nur der Nagetiere sondern der Säugetiere allgemein.

Leider wurden Mäuse von den Menschen nicht nur gejagt, sondern auch gnadenlos in Versuchslabors zu Tausenden bei sinnlosen Tierversuchen abgeschlachtet. Mag es früher die einzige Möglichkeit gewesen sein, Medikamente zu erforschen, so sind diese Tierversuche heute doch mehr als sinnlos und fragwürdig und wir hoffen, dass diese Praxis der Mäusezucht im großen Stil für Versuchszwecke bald eingestellt wird.

Herkunft und Verhaltensweisen

Ursprünglich war die Hausmaus in den Steppen und Halbwüsten des Mittelmeergebietes und Südostasien zuhause. Die Hausmaus hat sich wahrscheinlich dem Menschen schon vor über 8000 Jahren angeschlossen, etwa in der Zeit, als die Menschen mit dem Ackerbau begannen und so den Mäusen durch ihre Kornkammern eine neue Nahrungsquelle erschlossen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Mäuse galten bei den Menschen aber nicht nur als Plage. Weiße Mäuse wurden teilweise als heilig verehrt. Mäuse wurden für verschiedene heilige Rituale gebraucht, sie sollten Glück bringen und Krankheiten heilen.

In China wurden sie schon seit ca. 2000 Jahren gezüchtet. In Japan werden sie seit über 300 Jahren fachmännisch gezüchtet. Von dort kamen die ersten Mäuse vor ca. 160 Jahren nach Europa.

Haltung
Mäuse leben auch in freier Wildbahn im Familienverbund, in großen Rudeln zusammen. Einzelgänger werden nicht beobachtet. Sie hätten auch keine Überlebenschance ohne ihr Rudel. Das Überleben ihrer Art sichert die Maus mit vielen Nachkommen. Untereinander haben Mäuse ein ausgeprägtes Sozialverhalten.

Wir konnten bei uns sogar beobachten, dass die Weibchen ihren Nachwuchs gemeinsam aufziehen. Sie haben ihre Welpen an unterschiedlichen Tagen bekommen und die Babies wurden in einem gemeinsamen Nest untergebracht. Die Weibchen wechselten sich mit der Babypflege ab. Die Familien halten zusammen, sie betreiben gegenseitige Fellpflege und wohnen zusammen im Nest.

Mäuse sind sehr gesellige Tiere und dürfen niemals einzeln gehalten werden. Es trifft auch keinesfalls zu, dass einzeln gehaltene Tiere schneller zahm werden. Die Tiere leiden sehr unter der Einzelhaft und kein menschliches Wesen kann den Artgenossen ersetzen. Ein Teil der Einzeltiere wird krank oder stirbt gar vor Einsamkeit. Mäuse brauchen mindestens einen Artgenossen zum Spielen, Rangeln, gegenseitigem Putzen, Kuscheln, um sich sicher zu fühlen und auch zum Kommunizieren im Ultraschallbereich.

Entscheiden Sie sich von Anfang an auf jeden Fall für mindestens 2 gleich-geschlechtliche Mäuse. Es ist ebenfalls möglich, einen kastrierten Bock zu mehreren weiblichen Tieren zu setzen. Allerdings ist eine Kastration ein gefährlicher, operativer Eingriff und sollte nur von erfahrenen Tierärzten durchgeführt werden. Entscheiden Sie sich als Laie eher für zwei Weibchen, oder nehmen Sie bereits kastrierte Böcke aus einer Mäusenotaufnahme.

Gute Erfahrungen wurden bei einer Haltung von 4 und mehr gleich-geschlechtlichen weiblichen Tieren gemacht, wobei zu einer graden Anzahl Mäusen geraten wird. Böcke hält man besser zu zweit, bei ihnen kann bei dieser Haltungsform allerdings auch nach längerer Zeit zu Rangkämpfen und gefährlichen Beißereien kommen. Auf keinen Fall sollten Sie mehrere Böcke zu einem Weibchen setzen, auf Dauer entstehen hier meist Rangkämpfe. Nehmen Sie am besten Geschwistertiere aus einem Wurf oder Jungtiere. Bei Weibchen spielt das Alter keine allzu große Rolle, es wird sogar gesagt, dass ältere Tiere meist verträglicher sein. Möchten Sie einen Jungbock zu einem Altbock setzten, sollte der Jungbock aber nicht älter als 30 Tage sein, so ist er noch nicht geschlechtsreif und die Vergesellschaftung ist Erfolg versprechender.

Daten zur Farbmaus
Alter:
Durchschnittlich werden Mäuse zwischen 1,5 - 2,5 Jahre alt, selten älter.

Zähne:
Mäuse haben vorne 4 ständig nachwachsende Nagezähne, diese Zähne haben vorne eine starke Zahnschmelzauflage, die gelblich bis orange ist, dazu besitzen sie noch 12 Backenzähne die nicht nachwachsen.

Füße:
Mäuse haben vorne an den Füßchen 4 Zehen und eine nur ansatzweise vorhandene 5 Zehe, an den Hinterfüßchen haben sie 5 Zehen.

Gewicht: 25 - 50 g

Körpergröße:
ca. 8 - 11 cm + Schwanzlänge ca. 7,5 - 10 cm

Geschlechtsreife:
mit ca. 4 Wochen setzt die Geschlechtsreife ein

Zuchtreife:
mit ca. 3 - 4 Monaten sind die Tiere zuchtreif

Körpertemperatur:
38,5 - 39,3 °C


Ernährung
Snacks
Nicht zur einer tiergerechten Ernährung von Mäusen gehören viele Leckerlis, die Sie im Fachhandel angeboten bekommen. Joghurtdrops, Nagergebäck, Rollies, Knabberstangen und ähnliche Knabbereien enthalten zu viel Zucker und sind nicht empfehlenswert.

Gesunde Leckerlis sind z. B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse oder mal eine Rosine, aber auch das sind besonders dickmachende Leckerchen und mehr als eine halbe Nuss, oder einen Kürbiskern pro Tag sollte ein Mäuslein nicht bekommen.

Auch Mehlwürmer werden von den Mäusen gerne genommen und dienen als Eiweißlieferanten.

Trockenfutter
Mäuse ernähren sich hauptsächlich mit Getreide und Sämmereien und nehmen nur wenig Früchte oder tierische Nahrung zu sich.

Als Hauptnahrung sollte eine Körnermischung gereicht werden. Pro Maus etwa 1 Teelöffel pro Tag, fangen Sie mit dieser Menge an, wird es bis zum nächsten Tag aufgebraucht, geben Sie etwas mehr. Bleibt viel liegen, geben Sie etwas weniger Futter.

Bunt und poppig ist nicht immer das Beste, wählen Sie das Futter Ihrer Mäuse gut aus. Riecht es frisch und sieht es frisch aus? Nehmen Sie Abstand von staubigem, grauem Futter.

Das Futter sollte keimfähiges Getreide enthalten, machen Sie dazu ruhig einen Test auf der Fensterbank, streuen Sie das Futter der Tiere auf ein feuchtes Stück Küchenpapier, halten Sie es feucht und sehen Sie ob sich Keimlinge entwickeln. Die Keimlinge dürfen und sollten auch verfüttert werden. Grade im Winter sind sie ein Vitaminlieferant. Bewahren Sie keine größeren Mengen Trockenfutter über einen längeren Zeitraum auf!
Es verliert bei längerer Lagerung seine Vitamine und seine Keimfähigkeit. Futter sollte nie länger als 6 Monate gelagert werden.

Folgende Bestandteile sollte ein gutes Futter enthalten:
Haferflocken, -körner- ripsen, Weizenkörner - Flocken, Gerste, Roggen, Emmerweizen, Kolbenhirse, Buchweizen, verschiedene Gras- und Kräutersamen (Kleinsämereien sollten ca. 40 % des Trockenfutters ausmachen), grüner Hafer, Maiskörner, Reisflocken, Erbsenflocken, Johannisbrot, Trockengemüse (Rote Beete, Möhren, Kohlrabie) und Trockenkräuter, in geringen Mengen auch: Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Macadamia, Walnüsse, Pecannüsse, Kürbiskerne, Rosinen, getrocknete Äpfel und Pfirsiche, auch mal ausnahmsweise ein Bananenchip, Wellensittichfutter, ungezuckerte Corn Flakes, ungezuckertes Früchtemüsli, rohe Nudeln.

Auch getrocknete Kräuter können und sollten verfüttert werden um den Mineralhaushalt zu regulieren. Gegeben werden können: Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Grüner Hafer, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Kamille, Kornblumenblüten Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut, Vogelmiere. Diese Kräuter bekommt man in der Apotheke oder günstiger hier: www.kraeuter-kuehne.de, www.futterkonzept.de

Rezept für ausgewogenes Mäusefutter
300 g handelsübliches Maus- oder Hamsterfutter. Es sollten wenig Nüsse im Futter sein und Erdnüsse sollte man bei allen Futtersorten heraussuchen, da sie oft Schimmelsporen enthalten. Dazu werden folgende Zutaten gemischt:

100 g ungezuckertes Früchtemüsli
100 g Trockengemüse
200 g Vogelfutter (Wellensittichfutter ohne Mohn und Reis)
50 g Vogelweichfutter
100 g 6 Korn Getreidemischung
150g Kleinsämereienmischung (Gras- und Kräutersamen)
50 g Kräutermischung wie oben angegeben
dazu insgesamt ca. 50 g Erbsenflocken, Johannisbrot, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse und Walnüsse

Achten Sie darauf, dass nicht zu viele fetthaltige Bestandteile im Futter sind (Sonnenblumenkerne, Nüsse usw.). Um Ihre Mäuse handzahm zu machen, können Sie auch erstmal alle Leckerchen wie Sonnenblumenkerne und Nüsse nur von Hand verfüttern.

Erlebnisfutter
Mäuse verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit ihr Futter zu suchen und zu erarbeiten. Auch Mäuse in der Heimtierhaltung möchten Ihr Futter nicht nur aus dem Fressnapf einsammeln. Wir haben einige Beispiele aufgelistet, wie das Futter zur Bewegung und Beschäftigung anregen kann:
Eine Kolbenhirse darf gern in den Käfig gehangen werden. Mitunter wird sie allerdings in einer Nacht zerlegt und gebunkert - dann sollten die Mäuse etwa eine Woche auf die nächste Kolbenhirse warten. Alternativ kann auch eine Flachsrispe gegeben werden.

Trockenfutter wird nur teilweise in den Napf gegeben. Es kann auch teilweise im Gehege verstreut werden. Es ist aber darauf zu achten, dass die Tiere ihre Kleinsämereien wirklich finden können, ggf. verstreut man einen Teil davon auf den uneingestreuten Etagen.

Verstecken Sie das Trockenfutter in Heubergen, in Eierkartons und Pappröhren (dort können Sie zusätzlich Taschentücher vorstecken wenn die Mäuse erstmal raus haben, dass sie dort Futter finden werden sie die Taschentücher umso schneller raus graben), im Holzklabyrinth, Erdnüsse mit Schale und Kerne werden in den Erdebuddelkasten oder in den Sand gesteckt usw.

Beliebt sind auch Futterspieße, dazu spießen Sie einfach Gemüse und Obst auf Metalspieße die es extra zu dem Zweck im Zooladen gibt und hängen sie ins Gehege.

Frischfutter kommt teilweise in den Fressnapf. Allerdings kann man auch das Frischfutter verstecken. Hängen Sie es an die Decke oder verstecken Sie es in einem Taschentuch, zerknülltem Papier, einem Pappkästchen oder einer Pappröhre.

Ebenfalls sehr beliebt sind kleine Graswiesen. Dazu nehmen Sie einen Blumentopf oder eine Keramikpflanzschale und füllen diese mit ungedüngtem Torf. Dort hinein können Sie dann Verschiedenes aussähen, beliebt sind Mischungen aus Weizen, Gerste, Hafer, Gras,mit einem kleinen Anteil Kräuter wie Dill und Petersilie. Wenn das Grün ca. 10 cm hoch steht, können Sie Ihren Mäusen diese "kleinen Wiesen" zum fressen und auseinander nehmen in den Käfig stellen. Gewöhnen Sie die Tiere vorher langsam an das ungewohnte Grün.

Frischfutter
Snacks
Füttern Sie Grünfutter nur in solchen Mengen, dass es schnell verzehrt wird. Geben Sie kleine Portionen und vergewissern Sie sich, dass die Mäuse Frischfutter nicht bunkern. 1 x am Tag eine kleine Portion Frischfutter reicht gut aus.

Mäuse sind von Natur aus keine großen Grünfutterfans, es kann sein, dass sie ihr Frischfutter nicht anrühren bzw. nur sehr selten und wenig davon aufnehmen, aber anbieten sollten Sie es trotzdem immer wieder.

Manche Mäuse hingegen lieben Frischfutter, sie dürfen solchen Mäusen gern etwas mehr anbieten. Waschen Sie das Frischfutter vor dem Verfüttern gründlich. Eine einfache Auflistung von geeignetem Frischfutter: Gemüse sollte vermehrt gegeben werden, Obst in kleineren Mengen

Gemüse
Fenchel, Möhren, Gurken, Paprika, frischer Mais (Nur wenige Körner!), Tomaten (ohne Grün, giftig!), Kürbis, Broccoli, Blumenkohl, Sellerie, rote Beete und Zucchini. Sie können auch verschiedene Salatsorten verfüttern, aber immer nur in geringen Mengen, sie sind meist stark Nitrathaltig und können in großen Mengen zu Durchfall führen. Gegeben werden können: Feldsalat, Chicoree, Eisbergsalat, Endiviensalat, Mangold und Bio-Kopfsalat.


Obst
Äpfel, Bananen, Weintrauben (ohne Kern), Orangen und Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi und Melonen Auch verschiedene Beeren sind zum Verfüttern geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können: Erdbeeren (nur ein viertel), Johannisbeeren; Heidelbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren.

Von dem Verfüttern von Steinobst möchten wir eher abraten, es führt häufig in Verbindung mit Wasser zu starken Blähungen oder Durchfall. Wenn Sie trotzdem Kirschen, Pfirsiche und Co verfüttern möchten, dann immer nur sehr sehr kleine (fingernagelgroße) Mengen.


Nicht verfüttern sollten Sie: die meisten Kohlarten (blähen sehr stark) und Kartoffeln samt Kraut, Papaya, Avocado sowie natürlich Zimmerpflanzen.

Kräuter/Blätter/Blüten, Unverträgliches und Giftiges
Außerdem können Sie auch verschiedene Kräuter, Blätter und Blüten verfüttern. Sie können diese im Sommer von ihren Spaziergängen mitbringen (bitte nicht an Straßenrändern und Hundeklos pflücken) oder auf der Fensterbank ansähen oder auch getrocknet verfüttern.

Folgendes ist geeignet
Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Grüner Hafer, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Johannisbeerblätter, Kamille, Kornblumenblüten, Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut, Vogelmiere.

Sowie natürlich Gras und auch die grünen Halme von verschiedenen Getreidesorten dürfen verfüttert werden, sie sollten aber nur selbstgezogen sein, den man weiß nie, ob das Feld an dem man pflücken möchte grade gedüngt oder gegen Ungeziefer gespritzt wurde!

Verfüttern Sie nur Pflanzen, die Sie als ungiftig für Mäuse kennen. Pflanzen die uns harmlos erscheinen, können für Mäuse giftig sein!

Folgende Pflanzen sind für Mäuse eher unverträglich
Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen), Kartoffeln (enthält sehr viel schlecht verdauliche Stärke im Rohzustand, grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig), Klee, die meisten Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Papaya, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Zwiebelgewächse wie Schnittlauch, Porree, Knoblauch und Zwiebeln.

Giftig sind unter anderem folgende Pflanzen
Agave, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Bärenklau, Bärlauch, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Kornwicken, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schlierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.

Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie erst Ihren Tierarzt oder uns, eine Liste mit Giftpflanzen finden Sie auch hier: Giftpflanzendatenbank Uni Zürich.

Tierische Nahrung
Mäuse sind keine reinen Vegetarier, sie möchten hin und wieder auch etwas tierische Nahrung auf ihrem Speisezettel finden, das schmeckt nicht nur gut, sondern beugt auch Mangelerscheinungen vor.

Geeignet sind
Mehlwürmer/Zophobas 2 - 3 Würmchen pro Woche können Sie den Mäusen anbieten. Denken Sie aber daran, je besser und gesünder Sie Ihre Mehlwürmer halten umso besser schmecken sie Ihrem kleinen Liebling und umso gesünder sind sie. Halten Sie Mehlwürmer darum in einem großem Glas oder einem Terrarium, und füttern Sie sie mit Haferflocken, Kleie, Mehl und verschiedenen Salaten. Entfernen Sie auch hier regelmäßig Schmutz und unverzehrten Salat.

Füttern Sie Mehlwürmer und Zophobas nur aus der Hand (aber vorsichtig, Mäuse können sehr heftig zubeißen wenn sie Hunger haben), damit sie keine Chance haben evtl. im Mausgehege zu überleben und neue Populationen zu gründen, das wäre sicher nicht in Ihrem Sinne.

Magerquark und auch Magermilchjoghurt, Fruchtjoghurt können in geringen Mengen gereicht werden, ein gestr. Teelöffel pro Tag höchstens, zu viel davon führt zu Durchfall.

Hartgekochte Eier können ebenso hin und wieder mal angeboten werden wie fettarmer milder Käse (ohne Schimmel), Hüttenkäse und auch Katzenleckerchen und Hundekuchen/Hundemüslie, ideal sind bei Katzenleckerchen und Hundekuchen folgende Werte: 22 % Rohprotein und 4 - 5 % Rohfett.

Zahnpflege
Damit die Mäuse ihre Schneidezähne gut abnutzen können, sollten ihnen immer frische Zweige zum Benagen zur Verfügung stehen. Besonders geeignet sind Zweige von Apfelbäumen, Haselnussbäumen, Birnenbäumen, Birken, Erle, sowie Jonhannisbeerbüsche, Heidelbeerbüsche.

Allerdings sind nicht alle Obstbaumarten geeignet Kernobstsorten können unbedenklich verfüttert werden. Pflaume, Kirsche und andere Steinobstsorten sollten eher nicht verfüttert werden, die Rinde dieser Bäume enthält Spuren von Blausäure und zu viel Gerbstoff.

Nadelhölzer werden ebenfalls nicht vertragen, die Harze und ätherischen Öle reizen die Tiernasen und sind giftig, Tannen und andere Nadelgewächse sollten also nicht gereicht werden. Altes, hartes Brot dient nicht der Abnutzung der Zähne - es macht dick und könnte Schimmelsporen enthalten, von daher sollte es wirlich nur selten verfüttert werden.

Tipp: Als besondere Leckerlies und zum Zähne kurz halten sollten Sie Ihren Mäuse gelegentlich Hundekuchen gönnen.

Sonstiges
Salzlecksteine sind überflüssig bis ungünstig. Ein gesund ernährtes Tier bekommt seine Salze und Mineralien über das Futter (Kräuter!), es benötigt keine billigen Kochsalze. Salzlecksteine sind sogar mitunter gefährlich, wenn ein Tier zu viel dran leckt oder sie sogar annagt kann es zu einer Natriumchloridüberversorgung kommen, eine Folge wären starke Nierenprobleme, sollte ein Stein ganz verzehrt werden, kann es schlimmstenfalls zu Nierenversagen und somit zum Tod des Tieres führen.

Salzlecksteine die mit Mineralien und anderen Spurenelementen versetzt sind, können zu einer Nitratüberversorgung führen. Sollten die Tiere nur selten am Stein lecken ist dieser ungefährlich, aber benötigt wird ein Stein bei einer abwechslungsreichen Ernährung nicht.

Kalksteine bestehen zum größten Teil aus Kalzium, nagen die Tiere zu sehr daran (meist aus Langeweile), führt das zu einer zu hohen Kalziumresorption, (Kalzium/Phosphorungleichgewicht)was zu Harnsteinbildung und zu Organverkalkung führen kann. Ein gelegentliches Nagen am Kalkstein schadet nicht, allerdings bekommen die Tiere über Kräuter und Grünfutter genug Kalzium zugeführt.

Eine zusätzliche Vitamingabe ist bei artgerecht ernährten und gesunden Mäusen nicht nötig. Eine Vitaminüberversorgung kann krank machen. Vitamintropfen die ins Wasser gegeben werden sind schlecht zu dosieren und lassen das Wasser grade im Sommer schnell "umkippen" Bakterien können sich ausbreiten und so macht Vitaminversetztes Wasser die Tiere eher krank, als das es helfen würde sie gesund zu erhalten.

Im Krankheitsfall kann es nötig sein, dem Tier zusätzliche Vitamine oder Mineralien zuzuführen, dies sollte aber nicht ohne ausführliche Beratung durch einen Tierarzt und niemals ohne Tierärztliche Anweisung geschehen.

All diese Informationen und weitere Informationen rund um die Farbmaus können Sie auf folgender sehr ausführlichen Seite nachlesen: www.diebrain.de/ma-index.html

Beispiel für artgerechte Unterbringung
Diese Mäusevilla soll als Beispiel für Mäusefreunde dienen, die ihre Tierchen so artgerecht wie möglich unterbringen wollen.



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