Igelhilfe und Igelschutz - aber wie?

Igel lebten schon vor Millionen von Jahren auf unserer Erde, zu einer Zeit als es das Mammut noch nicht gab. Heute leben in Mitteleuropa noch überwiegend die Braunbrustigel, zu denen der bei uns heimische Westeuropäische Igel gehört.
Eine wichtige Homepage zum Thema Igelhilfe und Igelschutz ist:
www.pro-igel.de

Igel im Winter
Nicht zuletzt durch die Fabel vom Wettlauf zwischen Igel und Hase, die jeder noch aus seiner Kindheit kennt, steht der Igel in der Rangliste der beliebtesten Wildtiere ganz oben. Und so geschieht es regelmäßig, dass tierliebe Menschen im Herbst einen kleinen Igel finden und diesen ins Tierheim bringen, damit er dort gepäppelt werden kann. Häufig ist dies falsch verstandene Tierliebe und zudem unerlaubt.
Was also tun? ... Weiterlesen ...

Die Lebensweise des Igels
Igel sind nachtaktive Tiere. Tagsüber verstecken sie sich in einem Reisighaufen, einer Böschung, einer dichten Hecke oder an einem ähnlich Schutz bietenden Zufluchtsort.

Diesen verlassen sie, um zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen auf Nahrungssuche zu gehen.


Neben Insekten vertilgen sie vornehmlich Schnecken, Regenwürmer, Asseln, Vogeleier, junge Mäuse und anderes Kleingetier. Auch Aas verschmähen sie nicht, ebensowenig wie pflanzliche Kost.

Igel sind ausgesprochen ortstreu. Ihr gutes Orientierungsvermögen beruht vermutlich auf dem ausgezeichneten Geruchssinn. Außerdem scheinen sie viel besser sehen zu können, als man allgemein von ihnen angenommen hat.

Mehrere Igel können sich durchaus in ein und demselben Gebiet aufhalten. Als Einzelgänger gehen sie sich aus dem Weg. Kämpfe zwischen den Artgenossen, wie man sie in Gefangenschaft hin und wieder erleben kann, werden in der freien Natur selten beobachtet.

Die stachelbewehrten Tiere haben nur wenige natürliche Feinde. Füchse, Steinmarder, Dachse, Hunde und Wildschweine bringen es zuweilen fertig, die eingerollten Igel zu öffnen und sie zu töten. Greifvögel können ihnen mit ihren spitzen Krallen noch am ehesten gefährlich werden. Vorwiegend werden kranke Igel und Jungigel ein Opfer der Beutegreifer.

Fortpflanzung
Bereits 8 bis 10 Monate nach ihrer Geburt sind die jungen Igel geschlechtsreif und können sich paaren. Nach einer kurzen Tragzeit, etwa 5 Wochen, werden dann im Durchschnitt 5 bis 7 Igelbabys geboren. Sie werden anschließend bis zu 6 Wochen von der Mutter gesäugt. Igel bekommen 1 - 2 mal im Jahr Nachwuchs.

Dass Igel sich von Obst ernähren, ist ein altes Märchen - aber inzwischen widerlegt! Wenn man im Garten einen Igel an einem Stück Fallobst sieht, so locken ihn lediglich die daran krabbelnden Würmer und Insekten. Aufgrund des Aufbaus ihres Magen-Darm-Traktes können Igel pflanzliche Nahrung nicht verdauen und verwerten.

Selbst wenn Igel hungrig an einem Apfel knabbern und ihm möglicherweise wie den meisten Säugetieren Süßes schmeckt, so nährt es ihn nicht! Auf kurz oder lang muss ein vegetarisch ernährter Igel verhungern!


Winterschlaf
Für die Igel und auch einige andere Wildtiere bietet der Winterschlaf die Möglichkeit, die kalte und nahrungsarme Jahreszeit zu überstehen. Sobald es draußen entsprechend kalt wird, wächst auch bei den Igeln die Bereitschaft zum Winterschlaf. Sie fressen sich die notwendigen Fettreserven an und ziehen sich in einen geschützten Unterschlupf zurück. Damit die angelegten Nahrungsreserven nicht so schnell aufgebraucht sind, werden die Körperfunktionen des Igels auf ein Minimum gesenkt. Dadurch wird seine Körpertemperatur der Umgebungstemperatur angepasst.

Hin und wieder kann es während des Winterschlafs zur Unterkühlung des Tieres kommen. Für diesen Fall hat der Körper eine Art von "Alarmsystem" eingerichtet, das den Igel wieder erwachen lässt, damit er sich im wahrsten Sinne des Wortes "warmlaufen" kann.

Die Igelbabys werden zwischen Mai und September geboren. Ihr Geburtsgewicht beträgt 15 - 30 Gramm. Dieses müssen sie bis zum Beginn des Winterschlafs durch Nahrungsaufnahme erhöhen.

Das durchschnittliche Gewicht eines Igels, das es zu erreichen gilt, wird auf etwa 500 Gramm geschätzt. Da die Jungigel bei entsprechendem Nahrungsangebot bis in den September hinein bis zu 10 Gramm pro Nacht und noch im November 4 Gramm pro Nacht an Gewicht "zulegen" können, dürften bis zu 75% der Jungigel das Mindestgewicht, das für eine erfolgreiche Überwinterung notwendig ist, erreichen.

Igelaufnahme - ja oder nein?
Jahrelang war man sehr schnell bereit, Igel, die nicht rechtzeitig in den Winterschlaf fielen, in menschliche Obhut zu nehmen.

Untergewichtig erscheinende Tiere, die bei Einbruch kalter Witterung noch herumliefen, veranlassten Tierfreunde oft zur spontanen Mitnahme, um die Igel vor vermeintlicher Todesgefahr zu schützen.

Nachdem in der Zwischenzeit von verschiedenen Seiten und Gruppierungen eingehendere Untersuchungen zur Igel-Ökologie vorgenommen wurden, ist eine Diskussion darüber entstanden, ob solch eine Verfahrensweise zu bejahen oder abzulehnen ist.

Zwei wichtige Aspekte stehen bei einer Entscheidung darüber im Vordergrund:
Die Frage, ob eine Überwinterungshilfe für die Arterhaltung angebracht ist und wie nach Tierschutzgesichtspunkten zu urteilen ist.

Es ist unzweifelhaft, dass Wildtiere in die Natur und nicht in Menschenhand gehören. Auch für den Igel ist es besser, im Freien statt in menschlicher Obhut zu überwintern. Darum dürfen auf keinen Fall Igel, die ihr Überwinterungsgewicht erreicht haben oder noch erreichen können, mitgenommen werden. Nach einer neueren, umfangreichen Studie hat selbst ein leicht untergewichtiger Igel bessere Überlebenschancen, wenn er draußen in der Natur gelassen wird, als ein nach der Überwinterungszeit wieder ausgesetztes Tier.

Denn in menschlicher Obhut überwinterte Igel sind, trotz optimaler Pflege durch den Menschen und Wiederaussetzen am Fundort, gegenüber den im Freien überwinterten Artgenossen im Nachteil. Sie müssen sich wieder an ihre natürlichen Lebensumstände gewöhnen, was ihnen oftmals Schwierigkeiten bereitet.

Daten der gleichen Untersuchung sprechen dafür, dass Igel trotz erheblicher jährlicher Bestandsverluste durch den Straßenverkehr und einer ständig wachsenden Gefährdung durch Umweltgifte nicht akut bedroht sind. Eine entsprechend hohe Vermehrungsrate sorgt hier - vorläufig jedenfalls noch - für einen angemessenen Ausgleich. Trotzdem gibt es Grund zu der Befürchtung, dass sich bei fortschreitender Lebensraumzerstörung und kontinuierlichem Gifteinsatz im Gartenbau und in der Landwirtschaft die Situation sehr schnell ändern kann.
Für einen Tierschützer besteht darüber hinaus grundsätzlich die ethische Verpflichtung, jedem Einzeltier, das in Not gerät, Hilfe zu gewähren. Von daher ist es nicht hinzunehmen, dass verletzte Igel und hilflose Igelbabys, die mit absoluter Sicherheit ihre Mutter verloren haben, ihrem Schicksal überlassen werden sollen.

Für den Fall, dass die Notwendigkeit bestehen sollte, einen Igel aufzunehmen, möchten wir Ihnen hier eine Homepage mit vielen Informationen und Ratschlägen nennen:
www.pro-igel.de

Pro-Igel-Expertentelefon: 01805 / 555 95 51 (14 Cent pro Minute)

Pro Igel, Verein für integrierten Naturschutz Deutschland e.V. ist ein überregional bundesweit tätiger Igelschutzverein, der sich durch Öffentlichkeitsarbeit und zahlreiche Publikationen für den Schutz des heimischen Igels einsetzt.


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Wer Tiere quält, ist unbeseelt, und Gottes guter Geist ihm fehlt. Mag noch so vornehm drein er schauen, man sollte niemals ihm vertrauen.
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