Vieles im Leben wird als selbstverständlich angesehen. Aber ist es auch immer so??? Wie ist es mit der Arbeit, die wir für den Tierschutz oder im Tierheim leisten? Durch die Besucher haben wir viele Arten von Ansichten kennen gelernt. Die meisten wissen den Einsatz, den wir bringen auch zu schätzen. Teilen uns dieses auch durch lobende Worte mit. Ist es nicht das, was uns motiviert weiter für die Tiere da und stark zu sein, für sie zu kämpfen?

Lob und Dankbarkeit, damit wird oft gespart. Dabei erfüllen diese einen mit Stolz und Energie, weiter für das zu kämpfen, was einem wichtig ist.

Wir sind Angestellte, Azubis und Ehrenamtliche. Unterschiedliche Altersklassen. Hand in Hand wird im Pflegedienst gearbeitet. Jedes Tier bekommt seine Zuwendung. Gemeinsam werden Aufräum- und Putzarbeiten erledigt. Wir können zusammen reden, lachen, manchmal sogar weinen, beratschlagen oder einfach für einander da sein. Fachwissen wird untereinander ausgetauscht.

Immer wieder gibt es Tiere, die besondere Zuwendung benötigen. Kranke Tiere oder auch Hunde, die besonderes Training benötigen, da sie sonst kaum eine Vermittlungschance haben. Auch hier klappt die Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Lösungen gesucht oder Trainingsschritte geplant. Bald werden die Kitten wieder ins Tierheim kommen. Viele von ihnen werden besondere Hilfe benötigen, da sie teils noch nicht selber fressen oder einfach zu schwach sind. Auch hier gibt es helfende Hände, die sich ihrer annehmen. Hier möchte ich einen herzlichen Dank an alle Katzenkenner aussprechen. Ohne Eure Infos und Hilfsbereitschaft hätte ich das nie geschafft. Besondere Notfelle werden privat untergebracht, wo sie rund um die Uhr betreut werden.

Wir kümmern uns aber nicht nur um die Tiere. Viele Besucher sind täglich im Tierheim. Um Spenden abzugeben oder der Tiere wegen. Hier wird beraten, geholfen oder einfach nur zugehört. Öffentlichkeitsarbeiten wie die Webseite, Facebook und die Zeitung, die regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden wollen. Die Tierheimzeitung, die jedes Jahr erstellt wird. Tiere suchen ein Zuhause. Die Besuche oder Telefonate bei den Ämtern. Auflagen müssen erfüllt werden. Feste werden organisiert. Die Ideen sprudeln und die Angebote werden immer mehr. Sommerfest, Herbstspaziergang, Tierweihnacht machten den Anfang. Es folgte der Trödelmarkt und einige Zeit später die Tombola. Da uns die Ideen ja nicht ausgehen und wir immer nach Möglichkeiten suchen, wie wir Geld für die Fellnasen zusammen bekommen können, entstand in sehr kurzer Zeit der Kreativmarkt. Zu diesen Festlichkeiten werden auch immer leckere Kuchen gebacken. Viele fleißige Hände helfen beim Herstellen, Vorbereiten, Aufbauen, Verkaufen und wieder Abbauen. Harte Arbeit, die uns aber die gute Laune nicht nehmen kann. Die Freude, dass wir mit dem Geld den Tieren etwas Gutes zukommen lassen oder es für die Tierarztkosten einsetzen können, gibt uns Kraft diese ganze Arbeit zu bewältigen.

Wir bilden uns weiter, damit wir die Öffentlichkeit über verschiedenes aufklären können. Infostände über "Wer Pelz trägt, trägt den Tod" und ein veganer Stand machten den Anfang. Ich bin mir sicher es werden noch einige Themen und Ideen folgen. Diese ganzen Arbeiten nehmen sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch. All das wird von vielen Menschen bewältigt die sich für die Tiere einsetzen. Ihnen ihre Stimme geben, für sie sprechen. Wo der Tierschutz nicht an der Deutschen Grenze aufhört. Selbstverständlich ist das nicht.

Ich schaue in die Runde. Viele von den helfenden Händen sind heute hier. Ich möchte mich bei euch allen bedanken, die es möglich machen, dass wir als Team vieles Positives für die Tiere erreichen konnten und in Zukunft können. Als Team den Tieren unsere Stimmen und unsere Kraft geben. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich bin dankbar und stolz ein Teil von diesem Team mit soviel tollen Persönlichkeiten sein zu dürfen.

Geschrieben von Claudia Völker
vorgetragen von ihr auf der Jahreshauptversammlung am 20.03.2015



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